Kurz nachdem die ersten Kontakte zu Daniel stehen und alles Wesentliche für den Deal " felicia" mit ihm geklärt sind steht unser Jahresurlaub vor der Tür. Vor unserer Abreise geben wir Daniel nochmals ein klares Statement, das wir Felicia kaufen wollen, ich hinterlasse Handynummer und versuche tätglich meine E-Mails zu checken. Wo sollte unsere Reise uns auch anders hinführen als ans Wasser - Glücksburg nahe der dänische Grenze. Nach knapp zwei Wochen durchwachsenen Augustwetters juckt es mir immer mehr in den Fingern -ich will Felicia sehen! Als Argument sollte gelten, das wir hier in Flensburg doch schon mal knapp 600 Kilometer der Gesamtreise nach Karlstad geschafft hätten. Am ende der Diskussion sitzen wir am Sonntag morgen gg. 7:30 Uhr im Auto und sind auf dem Weg nach Schweden. Unsere Reise führt und quer durch Dänemark. Um nicht abhängig von Fahrtzeiten und Auslastungen der Fähre zu sein, wählen wir die Südstrecke über u.a. die Kleine und große Beltbrücke, und die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden. Vorbei an Malmö, Helsingborg und Göteborg gehts hoch nach Norden bis ins Värmland. 280 Kilometer sollten wir noch über Landstraßen von Göteborg bis nach Karlstad fahren. Mehrere Telefonate mit Daniel führen uns an das Ziel: einen kleinen Yachthafen im Herzen von Karlstad. Daniel empfängt herzlich die "crazy germans". Beim Anblick von Felicia bin ich gerüht und für ein paar Momente sprachlos. Nach kurzen Smalltalk fahren Daniel, und Kristina mit uns hinaus auf den Värnen, unser Ziel ist 'Rävön' - Fox Island. Hier machen wir Felicia an einer nahe dem Wasser aus den Felsen wachsenden Birke fest und genießen für ein paar Momente die herrliche Abend-Stimmung auf dieser kleine felsigen Insel. Daniel lädt uns im "sittbrunn" noch auf einen leinen Imbiss ein - er hat ein paar Gebäckstücke und Kaffee vorbereitet. Auf der Rückfahrt nach Karlstad übernehme ich für ein paar Kilometer das Ruder von Felicia - ein großartiges Gefühl. Die ganze Mühe der Fahrt hier hoch hat sich gelohnt. Von unterwegs haben wir noch ein 3-Bett-Zimmer immer SAS Raddisson Hotel von Karstad gebucht. Müde von dem langen Tag fallen wir abends um zehn in die Betten, aber nach all der Aufregung ist es doch schwer in den Schlaf zu finden. |
Nach einem ausgiebigen Früstück im überdachten Innenhof des Raddosson am nächsten Morgen gehen Paula und Iris in die Stadt zum Shoppen - ich treffe mich mit Daniel im Yachthafen, wir wollen technische Details klären und gemeinsam den Vertrag unterschreiben - Für mich ist es schwer alle Details zuerfassen und im Kopf zu speichern - es ist nur wichtig, das ich bei der Ankunft in Kassel, das Boot zum Laufen kriege und keine Fehler begehe, die am Ende zu Schäden an Felicia führen - leichter gesagt als getan: bei zwei Männern, denen dann doch die eine oder andere maritime Vokabel im Englischen fehlt. Wir werden uns einig. Daniel fällt es schwer sich von Felicia zu trennen. Noch kann ich das nicht wirklich nachvollziehen, aber ich bin ja auch auf der anderen Seite. |
Mittags gg. 12:00 verlassen wir Karlstad nach einem sehr angenehmen Treffen mit Kristina und Daniel. Uns bleibt auf der Rückreise nach Glücksburg nicht viel Zeit die Landschaft zu genießen. So ignorieren wir alle interessanten Wegweiser und versuchen zeitig nach Göteborg zu kommen. Wir haben beschlossen, die Fähre Göteborg - Fredrikshaven zu nutzen, um nach diesen doch mittlerweile 36 anstrengenden Stunden etwas entspannen zukönnen. Wir erreichen Göteborg gg. 16:15 Uhr - die Fähre ist gerade eine viertel Stunde weg - um 18:00 Uhr geht die nächste. Wir dösen ein wenig im Auto, telefonieren mit Deutschland und vertreiben uns die Zeit am Fähranleger mit Zukunftsvisionen. Um 17:45 ist Verladebeginn, wir stehen weit vorne in der Schlange. Die Verladung geht zügig voran. Kurz nach 18:00 legt die XXX am Scandic Terminal. Eine Reise durch die Schären von Göteborg führt uns in den Sonnenuntergang. Ich genieße die Abendstimmung an Deck; nur zum Essen können die beiden Mädels mich in das Innere der Fähre locken.
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